Unsere Geschichte

Die Gefährdetenhilfe Bad Eilsen besteht als Verein bereits seit 1988. Ihren Ursprung hat die Arbeit allerdings schon einige Jahre früher. Anfang der 80er Jahre begann eine Jugendgruppe der MBG Bielefeld-Heepen mit Einsätzen in den umliegenden Gefängnissen und einer Straßenarbeit in Bielefeld. Irgendwann stellte sich dann die Frage, wie man den Menschen über die kurzen Kontakte im Gefängnis und auf der Straße hinaus helfen kann. So entstand nach und nach die Notwendigkeit einer Wohngemeinschaft. Inspiriert durch die Arbeit der Gefährdetenhilfe Scheideweg wurde 1988 auf Initiative eines Teams um Viktor Brakowski der Verein Gefährdetenhilfe e.V. in Bielefeld gegründet. Nach kurzer Zeit konnte ein Grundstück in Bad Eilsen erworben werden, so dass der Verein in Gefährdetenhilfe Bad Eilsen e.V. umbenannt wurde. Durch die Möglichkeiten auf dem neuen Gelände mit bereits vorhandenen Wohnhäusern konnte die Arbeit nun richtig beginnen.

Hier eine kleine Chronologie über die Geschichte der Gefährdetenhilfe Bad Eilsen:

Anfang 1980er

Die Jugendgruppe der MBG Bielefeld-Heepen beginnt mit der Gefängnis- und Straßenarbeit in Bielefeld.

Februar 1988

Der Verein „Gefährdetenhilfe e.V.“ wird im Amtsgericht Bielefeld eingetragen.

April 1988

Umzug nach Bad Eilsen. Zwei Monate später startet die erste WG unter der Leitung von Siegfried und Birgit Wenzel. Ab 1990 übernehmen Viktor und Lena Brakowski die WG, die sie bis 2016 leiten.

1990

Neben der WG-Arbeit ist die Gefährdetenhilfe in der Kontaktgruppenarbeit (JVA Herford, JVA Bielefeld-Brackwede, JVA Bückeburg) tätig und führt auch weiterhin Straßeneinsätze in der Bielefelder Drogenszene durch. Außerdem finden auf dem Gelände in Bad Eilsen regelmäßig Freizeiten von externen Gruppen statt. Zusätzlich ist auch die offene Jugendarbeit (Teestube) im Freizeithaus in Bad Eilsen gestartet.

1992-1993

Zwei weitere WGs starten unter der Leitung der Familien Gurcke (bis 1995) und Burgbacher (bis 2003). Damit leben nun 3 Familien und 12 WG-Bewohner auf dem Gelände in Bad Eilsen.

1995

Beginn der Auslandsaktivitäten in der Ukraine in Form von humanitärer Hilfe und Schulungsarbeit mit dem Ziel der Errichtung einer Wohngemeinschaft.

1996

Durchführung des Treffens der „Internationale Gefährdetenhilfe-Stiftung“  (BSDG/IACPR) in Bad Eilsen, der die Gefährdetenhilfe Bad Eilsen e.V. bis heute angehört.

1997

Erwerb eines Grundstücks mit Wohnhaus in der Ukraine. Das Haus wird in den folgenden Jahren umfangreich umgebaut. Heute leben auf dem Gelände 10 WG-Bewohner sowie die Familie Kohut, die die Arbeit vor Ort leitet.

1999

Die WG-Arbeit wird in Bad Eilsen durch den Neubau eines Wohnhauses ausgebaut.

2003

Eine weitere WG für 6 Bewohner wird in Rolfshagen unter der Leitung von Peter und Edith Driesner gegründet. Die WG existiert bis zum Jahr 2008. In der zweiten WG in Bad Eilsen kommt es zu einem Wechsel in der WG-Leitung. Jack und Jana Kerbs übernehmen von Heiner und Waltraud Burgbacher.

2004

In Leopoldshöhe (Helpup) startet die nun 4. WG, in der 8 Bewohner Platz haben. Die WG wird von Georg und Irene Harder geleitet.

2007

In Blomberg wird ein ehemaliges Kasernengebäude der niederländischen Streitkräfte erworben. Nach zweijähriger Umbauzeit startet 2009 die Wohngemeinschaft unter der Leitung von Peter und Irina Faut mit Platz für 8 Bewohner. 2015 übernehmen Timo und Olga Löwen die Leitung der Wohngemeinschaft. Gleichzeitig wird auch eine Wohngemeinschaft in Perm/Russland übernommen. Hier können 5 Jungs aufgenommen werden.

2009

Jack und Jana Kerbs ziehen mit ihrer Familie nach St. Petersburg/Russland, um dort die Leitung eines Kinderheims zu übernehmen. Für sie ziehen Waldemar und Nadja Miller als WG-Eltern ein und leiten diese für die kommenden zwei Jahre.

2010

In Zusammenarbeit mit der MBG Oerlinghausen wird in der ehemaligen Jugendherberge Windrose am Segelflugplatz in Oerlinghausen eine weitere WG gestartet. Die Leitung der WG übernehmen Dietrich und Olga Berg. Es gibt Platz für 5 Bewohner. Die Wohngemeinschaft läuft bis 2015.

2012

Die Vorarbeiten für den Bau einer neuen WG in Bad Eilsen starten. Das alte Bürogebäude wird abgerissen. An dieser Stelle soll später die neue WG errichtet werden. Dafür zieht das Büro in die Räume der WG um, die bis vor einem Jahr von Waldemar und Nadja Miller geleitet wurde.

2014

Die Arbeiten an dem Neubau für die zweite WG in Bad Eilsen werden abgeschlossen. Unter der Leitung von Eduard und Julia Henschel können hier nun 6 Bewohner aufgenommen werden.

2016

Nach 28jähriger WG-Arbeit geben Viktor und Lena Brakowski die Leitung der WG an Viktor und Sabine Töws weiter. Viktor Brakowski bleibt weiterhin Leiter der Gefährdetenhilfe und kümmert sich vermehrt um die Bereiche Mitarbeiterführung, konzeptionelle Leitung und Auslandsprojekte.

2017

Eine Wohngemeinschaft in Burjatien/Russland wird von der Gefährdetenhilfe Scheideweg übernommen.

2018

Die Gefährdetenhilfe Bad Eilsen e.V. feiert ihr 30 jähriges Jubiläum.

Heute

Momentan besteht die Gefährdetenhilfe aus 4 Wohngemeinschaften in Deutschland (2x Bad Eilsen, Leopoldshöhe-Helpup, Blomberg) mit Platz für insgesamt 30 Bewohner.  Im Ausland existieren drei Wohngemeinschaften (Truskavez/Ukraine, Perm/Russland und Burjatien/Russland).

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Wenn Ihr mehr über unsere Arbeit erfahren möchtet, kommen wir gerne mit einem Team vorbei und berichten von unserer Arbeit!